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Die Eigenproduktion von Strom hat in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit und Zuspruch gewonnen. Photovoltaikanlagen sind schon lange kein Hexenwerk mehr und lassen sich nicht nur zügig installieren, sondern auch relativ schnell refinanzieren. Da die Anlagen immer einen Eigenteil an Energie ins Netz zuführen, schrumpft das Risiko einer Fehlinvestition. Schneller geht die Amortisierung zudem, wenn Mieter dem Haus den eigens produzierten Strom abnehmen und dafür bezahlen.

Das Prinzip ist also relativ simpel:

Der Eigentümer installiert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Hauses und verkauft seinen eigenen Strom künftig an seine Mieter. Die könnten durch solch ein Angebot profitieren, vor allem wenn der Betrag pro Kilowattstunde geringer ausfällt als vom örtlichen Energieanbieter festgelegt. Zudem sind keine großartigen Verträge mit dritten nötig, denn der Strom wird ja lokal produziert und lokal genutzt.

Was ist das Mieterstrommodell genau?

Beim Mieterstrommodell können nicht nur Photovoltaikanlagen Bestandteil der Energiegewinnung sein, sondern ebenso kann die Stromgewinnung durch ein Kraft-Wärme-Kopplungssystem (Nutzung der Wärme aus Brennstoffen), ein Blockheizkraftwerk (BHWK) oder sogar durch kleine, selbst errichtete Windkraftanlagen realisiert werden.

Alle Verfahren haben zwei große Vorteile: Das reguläre Stromnetz wird entlastet und der Strompreis ist erheblich günstiger.

Welche gesetzliche Grundlagen greifen beim Mieterstrommodell?

Auch der Gesetzgeber hat die Notwendigkeit verstanden und bezuschusst oftmals nicht nur die Investition in Eigenenergie, sondern hat in diesem Zug auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Vermieter bzw. Eigentümer festgelegt. Seit 2017 können sich Betreiber von Photovoltaikanlagen den Mieterstromzuschlag zunutze machen, der als staatliche Förderung gezahlt wird.

Die einzige Voraussetzung: Der Strom für die verschiedenen Mietparteien des Wohnhauses wird selbst produziert. Gezahlt wird die Förderung als Zuschlag für pro Kilowattstunde Strom, die von der Anlage produziert und als Strom im Haus genutzt wird. Die Bundesregierung hat eigens für diesen Sachverhalt das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom verabschiedet.

Sind die Mieter verpflichtet, den Strom abzunehmen?

Als Mieter ist man nicht automatisch verpflichtet, das Angebot seines Vermieters über Mieterstrom anzunehmen. Aus diesem Grund besteht auch die Verpflichtung, einen Stromvertrag losgelöst vom normalen Vertrag über das Mietverhältnis abzuschließen. Dem Mieter steht es jedoch frei, ob er sich nicht doch für einen Fremdversorger entscheiden möchte.

Lohnt sich jedoch die Rechnung und man möchte den Mieterstrom nutzen, sollte aufmerksam auf den Vertrag geachtet werden, denn hier gibt es auch gesetzliche Grundlagen, die greifen. Beispielsweise darf die Vertragslaufzeit ein Jahr nicht übersteigen, die maximale Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Der geförderte Mieterstrom muss übrigens mindestens ganze 10 Prozent günstiger sein als das Angebot des ortsansässigen Grundversorgers.

Voraussetzungen für den Mieterstrom

Es gibt einige wichtige grundlegendeVoraussetzungen, damit der Mieterstrom realisiert werden kann. Dazu zählen unter anderem:

  • Die Mieterstromanlage muss laut EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden
  • Die Photovoltaikanlage muss an einem Wohngebäude installiert sein (wenn mindestens 40 Prozent der Fläche zum Wohnen genutzt werden)
  • Es muss eine Direktversorgung vorliegen (Anlage > Haus), das öffentliche Netz zur allgemeinen Versorgung darf nicht genutzt werden!
  • Die Leistung der PV-Anlage darf 100 Kilowatt nicht übersteigen
  • Reicht der Strom aus der eigenen Anlage nicht aus, muss der Betreiber für eine Sicherstellung des Stroms aus einer anderen Quelle (bspw. Netzbetreiber) sorgen

Lohnt es sich, seinen Mietern Strom zu verkaufen?

Die Frage lässt sich nicht spontan beantworten und sollte vor allem unter Beachtung der Amortisierung der Investitionskosten entschieden werden. Kann von der Förderung profitiert werden und gibt es genügend Mieter, die den Mieterstrom beziehen möchten, kann es auch für den Betreiber bzw. Inhaber der Immobilie ein „gutes Geschäft“ werden.

Ein gewichtiger Vorteil ist jedoch auf jeden Fall die Erhöhung des Wertes und der Rentabilität der Wohnanlage, zudem hat der Vermieter ein gutes Argument bei der Wiedervermietung in der Hand. Viele Mieter möchten aufgrund der allgemein steigenden Mietpreise selbstverständlich Kosten sparen.

Zudem muss auf den Mieterstrom Gewerbesteuer gezahlt werden. Und das gilt sowohl für Privatvermieter als auch für Wohnungsbaugenossenschaften. Diese sind zwar von der Gewerbesteuer befreit, so lange sie nicht mehr als 10 Prozent ihrer Gesamteinnahmen aus sogenannten sonstigen Tätigkeiten erzielen – da durch die Mieterstromerzeugung jedoch sicherlich mehr als diese zehn Prozent als sonstige Tätigkeiten ins Gewicht fallen, unterliegen auch sie der Gewerbesteuerpflicht.

Dennoch: Durch die Bezuschussung des Staates steigt nicht nur der Wert der Immobilie, sondern vor allem die Rentabilität des Gebäudes – Experten meinen, schon ab 10 Mieteinheiten.

Mieterstrommodelle mit Enfair

Der Vertrieb von Photovoltaikanlagen mit Enfair als Partner an Ihrer Seite bietet nicht nur eine zusätzliche Einnahmequelle, sondern hat auch weitere deutliche Vorteile:

Zum einen profitieren Sie von unserem Know-how bei der Planung und Realisierung von Photovoltaikanlagen, zum anderen liefern Sie Ihren Kunden ein Statement für den Klimaschutz. Errichten Ihre Kunden Anlagen um erneuerbare Energieerzeugung, könnten Sie in ihrem Bereich der Vorreiter werden.

Weiterhin sind die Investitionskosten für eine Photovoltaikanlage heutzutage so günstig wie nie zuvor. Seit 2006 sind die Kosten zur Errichtung um rund 75 Prozent gefallen (Berechnung des Frauenhofer Institutes) und die Mieter profitieren zudem von einem langfristig konstanten Strompreis, der deutlich günstiger als der hiesige Versorgerpreis ist.

Ein weiterer Tipp: Ein Mieterstrommodell wird umso interessanter, umso mehr Dachfläche vorhanden und umso höher die Anzahl der Wohneinheiten pro Verbrauchsstelle ist.